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Projekt Life Essence Meat


Wie viel Fleischkonsum verträgt die Erde?

Immer öfters werden in den Medien Stimmen laut, die auf die masslosen Auswirkungen des globalen Fleischverzehrs auf die Umwelt aufmerksam machen. Die Energiedichte in tierischen Eiweissen ist unbestritten hoch und kann einen wertvollen Beitrag zur menschlichen Ernährung bieten. Um jedoch eine Einheit tierischen Eiweisses herzustellen müssen je nach Fleischsorte ein Vielfaches an Einheiten pflanzlicher Eiweisse produziert und an die Tiere verfüttert werden. Das ist die Hauptursache, warum die Menge unseres Fleischkonsums in absehbarer Zeit auf der täglichen Agenda der internationalen Politik stehen könnte.
Denn vor allem durch den stark wachsenden Fleischkonsum in Asien, allen voran China, hat sich der globale Fleischkonsum seit den frühen 80er Jahren auf 283 Mio. Tonnen im Jahr 2009 verdoppelt (Quelle: FAO Food Outlook 2011 und FAOSTAT ).
Der Nachholbedarf in den asiatischen Ländern, in welchen das Wirtschaftswachstum Fleischkonsum für einen Grossteil der Bevölkerung überhaupt erst möglich gemacht hat, ist jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Dies ergibt sich aus einer Gegenüberstellung des Fleischkonsums in Industrieländern und desjenigen in Entwicklungsländern: Während der durchschnittliche Fleischkonsum in industrialisierten Nationen 2009 bei 78.4 kg pro Person gelegen hat, belief er sich in Entwicklungsländern auf 31 kg pro Person (Quelle: FAOSTAT). Trends der Food and Agricultural Organization (FAO) projizieren denn auch eine Steigerung des jährlichen Fleischkonsum auf 465 Mio. Tonnen bis ins Jahr 2050 (FAO, 2006).


Weideland und Futterproduktion für die Viehwirtschaft besetzen riesige Landflächen
Die Viehwirtschaft bedingt die grösste menschlich verursachte Landnutzung: Inklusive Futterproduktion besetzt sie 30% der Landfläche sowie 70% aller landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Flächen, die zur Futterproduktion notwendig sind, entsprechen 33% der Agrarflächen weltweit. Die meisten Weideflächen führen zu Schäden der Boden-Ressourcen durch Übernutzung, Verdichtung oder Erosion.

Die Viehwirtschaft ist eine Hauptursache für Waldrodungen. Zwischen 1950 und 1985 ist der Regenwaldbestand weltweit um ca. 50% geschrumpft. Der Fachzeitschrift New Scientist zufolge wurden bis Ende 2006 ungefähr 13 % der ursprünglich vorhandenen Regenwälder Brasiliens abgeholzt; 85 % dieser gerodeten Flächen wurden in Weideland umgewandelt, 15 % in Felder zum Anbau von Sojabohnen als Kraftfutter für Vieh.

Schon heute reichen die Futterkapazitäten der meisten Viehzucht betreibenden Länder nicht aus, um das Fleisch- und Milchvieh ohne Importe zu füttern. Die Unmengen des benötigten Kraftfutters (v.a. Mais und Soja) werden in riesigen Monokulturen hauptsächlich in den USA, in Brasilien und Argentinien angebaut und gelangen von dort in den Export. Fast 60% der weltweit angebauten Soja landet schliesslich in China, wo es an Masttiere, insbesondere Schweine, verfüttert wird. 90% dieser Soja stammt aus den USA, Brasilien und Argentinien. In den Ländern Südamerikas führt dieser forcierte Anbau von Futtergetreide zu einem weiteren, rasanten Abholzen der Regenwälder. So ist Brasilien derzeit daran, das Roden unberührter Regenwaldflächen mittels Gesetzesänderung zu erleichtern und damit die Schutzbemühungen vergangener Jahrzehnte zunichte zu machen.
Mehr zu diesem Thema: Regenwald

Die Viehwirtschaft beeinträchtigt das Öko-System
Die Viehwirtschaft verursacht zahlreiche Emissionen, die den Treibhauseffekt beschleunigen. So stammen insgesamt 18% der Treibhausgas-Emissionen, in CO2-Äquivalenten gemessen, aus der Viehwirtschaft – womit die Viehwirtschaft einen grösseren Emittenten darstellt als der motorisierte Verkehr (FAO, 2006). Insgesamt ist die Viehwirtschaft verantwortlich für 9% des durch die Menschen verursachten CO2-Ausstosses, wobei dieser in erster Linie durch Rodungen von Wald für Weideland bedingt ist. 37% des dem Menschen anrechenbaren Methan-Ausstosses, welcher ein 23 Mal höheres Treibhausgaspotential aufweist als CO2, gehen sodann auf die Viehwirtschaft zurück. Auslöser dieses gewaltigen Ausstosses sind die Verdauungsprozesse des Viehs. Von dem durch Menschen bedingten Ausstoss von Stickstoffoxid bzw. Lachgas gehen insgesamt 65 % zulasten der Viehwirtschaft. Stickstoffoxid bzw. Lachgas weisen ein 296 Mal höheres Treibhausgaspotential auf als CO2. Dieser Ausstoss ist zurückzuführen auf die Düngung, unter anderem mit Gülle und Jauche. Nicht zuletzt ist die Viehwirtschaft für 64% der durch Menschen verursachten Ammoniak-Emissionen, welche aus der Gülle entweichen, verantwortlich. Ammoniak fällt als saurer Regen wieder auf die Erde zurück, was zu kranken Böden und Gewässern führt.
Mehr zu diesem Thema: CO2-Kollaps

Die Viehwirtschaft stört den Wasserhaushalt
Wasser ist eine Ressource, die immer knapper wird. Schätzungen gehen davon aus, dass bereits im Jahre 2025 64% der Weltbevölkerung in Gebieten leben werden, in denen Wasserknappheit herrscht. Bereits heute gehen 8% des weltweiten Wasserverbrauchs zulasten der Viehwirtschaft, insbesondere zur Bewässerung des Futtermittelanbaus. Nebst diesem enormen Verbrauch stellt die Viehwirtschaft aber auch die weltweit grösste Verschmutzerin von Wasserressourcen dar. Tierabfälle, Antibiotikarückstände und Hormone gelangen ebenso ins Wasser wie Chemikalien aus Gerbereien, Düngemittel und Pestizide oder Sedimente aus erodiertem Weideland. Globale Daten sind zu dieser Problematik nicht erhältlich. Bekannt ist jedoch, dass in den USA die Viehwirtschaft verantwortlich ist für 55% der Erosionen und Sedimente, 37% des Pestizid- und 50% des Antibiotikaverbrauchs sowie für einen Drittel der Stickstoff- und Phosphorbestände im Frischwasser. Darüber hinaus führt die extensiv betriebene Viehwirtschaft zu einer Verdichtung des Bodens. Dies wiederum beeinflusst die Versickerungsfähigkeit des Bodens, wodurch der natürliche Haushalt der Grundwasser-Ressourcen beeinträchtigt wird.
Mehr zu diesem Thema: Wasser



Das Leiden der Tiere

Am unmittelbarsten betroffen vom menschlichen Hunger nach Fleisch sind die Tiere. Ihr Leiden ist grenzenlos und reicht oftmals vom Moment ihrer Geburt bis zur Tötung:

Massentierhaltung
Um eine möglichst rentable Fleischproduktion zu gewährleisten, werden Masttiere in unglaublicher Vielzahl und in unglaublicher Enge gehalten. Ein auch nur halbwegs würdiges oder artgerechtes Dasein ist unter solchen Bedingungen nicht möglich. Die Tiere haben keinerlei Bewegungsspielraum und drangsalieren sich aufgrund der Enge, die kein Ausweichen ermöglicht, gegenseitig. Die Haltungsform begünstigt das Entstehen und Ausbreiten von Krankheiten und Seuchen, welche, teils vorbeugend, mit Antibiotika und anderen Medikamenten bekämpft werden, was sich wiederum negativ auf das Immunsystem der Tiere auswirkt. Was zählt, ist einzig der möglichst schnelle Zuwachs an Gewicht, damit die Tiere so bald als möglich zur Schlachtbank geführt werden können.
Mehr zu diesem Thema: 50 Mrd. Masttiere pro Jahr


Tiertransporte und Schlachtung
Wenn die Tiere ihre 'Schlachtreife' erreicht haben, geht das Leiden der Aufzucht nahtlos in das Leiden auf den Tiertransporten über. Abertausende von Tieren werden alljährlich über riesige Distanzen zu Schlachthöfen gefahren, wo die Schlachtung billiger vorgenommen wird als im Ursprungsland. Tiere, die sich fremd sind, müssen in grösster Enge nebeneinander ausharren, in Hitze wie in gnadenloser Kälte. Verletzungen auf diesen Tiertransporten sind ebenso alltäglich wie Hunger und Durst. 'Erlösung' finden die erschöpften Tiere am Ende ihrer Reise in Schlachthöfen, in die sie oftmals unter roher Gewalt getrieben werden und wo sie ihr Leben nach einer unzureichenden Betäubung mit der Elektronzange oder einem Bolzenschlag lassen müssen, allzu oft bis zur letzten Minute ihres Lebens an Seele und Körper verletzt und gepeinigt.
Mehr zu diesem Thema: Tiertransporte

Massentötungen nach Tierseuchen
Manche Tiere beenden das, was ihnen der Mensch als Leben zugedacht hat, nicht erst auf dem Schlachthof. Als Opfer von Tierseuchen, deren Ausbreitung durch die Haltungsform der Tiere begünstigt wird, werden sie zu Abertausenden notgeschlachtet und ihre Kadaver der Verbrennung zugeführt. Nicht immer sind die betroffenen Tiere krank – ihre Schlachtung ist aber unausweichlich, wenn ein einzelnes Tier aus demselben Stall von einer der hoch ansteckenden Krankheiten betroffen ist.
Mehr zu diesem Thema: Massenvernichtung von Tieren


Ausrottung von Wildfischen:
Der Hunger nach Fleisch macht auch vor dem Meer nicht halt. Durch massive Überfischung sind innert weniger Jahrzehnten grosse Teile der Weltmeere überfischt oder gar leergefischt worden. Die praktizierten Fangmethoden führen dazu, dass nicht nur Speisefisch, sondern auch sogenannt 'unerwünschter Beifang' in den Netzen landet. Das ökologische Gleichgewicht der Meere wird nachhaltig gestört und nebst den bejagten Fischarten sterben auch Meerestiere aus, die nicht auf dem menschlichen Speisezettel stehen.
Mehr zu diesem Thema:
Ausbeutung der Meere


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